Collegium Vocale St. Wolfgang

Der aus ungefähr 20 Mitgliedern bestehende Chor wurde 1994 von Stefan Ludwig gegründet und ist beheimatet in der Pfarrei St. Wolfgang im Münchner Stadtteil Haidhausen. Das Repertoire des Chores umfasst vorwiegend geistliche Werke, der Schwerpunkt liegt auf Musik aus dem Baltikum und aus England. Gerade für letzteres ist es ein glücklicher Umstand, dass dem Chor eine historische Orgel aus England zur Verfügung steht - das einzige Instrument dieser Art in Süddeutschland (gebaut in Sheffield 1906 von Albert Keates, restauriert 2004 durch den Münchner Orgelbau Johannes Führer GmbH).

Eine erste Reise führte den Chor 2006 in den Osten Englands nach Lincoln und Cambridge, 2007 folgten dann Chichester und Shoreham-by-Sea im Süden. Auf dem Programm standen jeweils Konzerte und die musikalische Gestaltung des Evensong in den dortigen Kathedralen.
2008 sang der Chor in der Kathedrale von Canterbury und in London Greenwich.
2009 u.a. in den Kathedralen von St. Albans, Salisbury, Winchester und im Kloster zu Wayern.

Gruppenfoto Collegium Vocale

Stefan Ludwig

Der Leiter des Chores, 1968 in München geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Münchner Chorbuben. Nach Studien am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium folgten Aufbaustudien an der staatlichen Hochschule für Musik in München (Kirchenmusik-A, Gesang und Lehramt für Musik). Stefan Ludwig studierte Chorleitung bei Professor Michael Gläser und Orgel bei Professor Friedemann Winkelhofer.

Mehrere Jahre war Stefan Ludwig Assistent und Stimmbildner bei den Münchner Chorbuben sowie Lehrer und musikalischer Leiter der Berufsfachschule für Musik an der Bayer. Landesschule für Blinde in München. Seit 2001 ist er als hauptamtlicher Kirchenmusiker und Leiter der Singschule an St. Wolfgang in München tätig. Im Auftrag der Erzdiƶzese München und Freising ist er als Orgellehrer für die Ausbildung nebenamtlicher Kirchenmusiker tätig.

Stefan Ludwig an der Orgel

Kritiken

"...Es machte richtiggehend glücklich, mitzuerleben, wie sehr die Chorsänger die Intentionen ihres Dirigenten Stefan Ludwig umsetzten. Artistisches Spiel mit dynamischen Schattierungen, homogener Chorklang mit satten Bass- und leichten Tenorstimmen, rundem warmen Alt und höhensicherem Sopran..."
(Elisabeth Brandl, Münchner Merkur, 18.01.2010)